Mietrecht und Baurecht in Schleswig-Holstein
Zwei der fünf Regeln aus Landesverordnungen gelten in Schleswig-Holstein in mindestens einer Gemeinde. Maßgeblich ist der Wortlaut der Verordnungen, gelesen am 3. November 2026; jede Zeile nennt ihre Fundstelle.
| Regel | Was gilt | Fundstelle |
|---|
| Mietpreisbremse (§ 556d BGB) | Gilt in Schleswig-Holstein nicht. Die Verordnung ist seit dem 1. Dezember 2019 außer Kraft; eine Nachfolgeregelung war bei der Prüfung am 3. November 2026 nicht verkündet. | Mietpreisverordnung Schleswig-Holstein vom 11. November 2015 (GVOBl. Schl.-H. 2015 S. 402), aufgehoben durch Landesverordnung vom 28. November 2019 (GVOBl. Schl.-H. 2019 S. 528) |
| Abgesenkte Kappungsgrenze (§ 558 Abs. 3 BGB) | Gilt in 62 von 1.104 Gemeinden des Landes, befristet bis zum 30. April 2029. Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete höchstens 15 Prozent in drei Jahren statt 20 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB). | Kappungsgrenzenverordnung Schleswig-Holstein (KappVO SH): Landesverordnung vom 25. März 2024 (GVOBl. Schl.-H. 2024 S. 308), § 1 |
| Verlängerte Kündigungssperrfrist nach Umwandlung (§ 577a Abs. 2 BGB) | Gilt in Schleswig-Holstein nicht. Bei der Prüfung am 3. November 2026 gab es dazu keine geltende Landesverordnung. | § 577a Abs. 2 Satz 2 BGB (Ermächtigung); keine Landesverordnung |
| Genehmigung für die Umwandlung in Eigentumswohnungen (§ 250 BauGB) | Gilt in Schleswig-Holstein nicht. Bei der Prüfung am 3. November 2026 gab es dazu keine geltende Landesverordnung. | § 250 Abs. 1 Satz 3 BauGB (Ermächtigung); keine Landesverordnung |
| Angespannter Wohnungsmarkt im Baurecht (§ 201a BauGB) | Gilt in 67 von 1.104 Gemeinden des Landes, befristet bis zum 31. Dezember 2026. Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt nach § 201a BauGB: Die Gemeinde kann ein Vorkaufsrecht an brachliegenden Grundstücken begründen, leichter zugunsten des Wohnungsbaus vom Bebauungsplan befreien und Baugebote anordnen (§§ 25, 31, 175, 176 BauGB). | Landesverordnung über die Bestimmung der Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt nach § 201a BauGB: Landesverordnung vom 24. Januar 2023 (GVOBl. Schl.-H. 2023 S. 58), § 1 |
Abgesenkte Kappungsgrenze (§ 558 Abs. 3 BGB): 62 von 1.104 Gemeinden
Kiel, Lübeck, Flensburg, Norderstedt, Elmshorn, Pinneberg, Wedel, Ahrensburg, Geesthacht, Henstedt-Ulzburg, Reinbek, Kaltenkirchen, Quickborn (Pinneberg), Bad Schwartau, Schenefeld (Pinneberg), Uetersen, Glinde, Bad Segeberg, Halstenbek, Bargteheide, Stockelsdorf, Neustadt in Holstein, Ratekau, Rellingen, Sylt, Wentorf bei Hamburg, Barsbüttel, Fehmarn, Scharbeutz, Ammersbek, Heiligenhafen, Reinfeld (Holstein), Trittau, Oststeinbek, Heikendorf, Timmendorfer Strand, Grömitz, Schönberg (Holstein), Laboe, Büsum sowie 22 weitere Gemeinden.
Angespannter Wohnungsmarkt im Baurecht (§ 201a BauGB): 67 von 1.104 Gemeinden
Kiel, Lübeck, Norderstedt, Elmshorn, Pinneberg, Wedel, Ahrensburg, Geesthacht, Henstedt-Ulzburg, Reinbek, Kaltenkirchen, Quickborn (Pinneberg), Bad Schwartau, Schenefeld (Pinneberg), Uetersen, Glinde, Bad Segeberg, Halstenbek, Bargteheide, Stockelsdorf, Neustadt in Holstein, Ratekau, Bad Bramstedt, Rellingen, Tornesch, Sylt, Wentorf bei Hamburg, Barsbüttel, Fehmarn, Lauenburg/ Elbe, Scharbeutz, Barmstedt, Ammersbek, Heiligenhafen, Großhansdorf, Reinfeld (Holstein), Trittau, Oststeinbek, Heikendorf, Timmendorfer Strand sowie 27 weitere Gemeinden.
Gemeindelisten aus dem Text der Landesverordnungen, zugeordnet über Name und Kreis zum Gemeindeverzeichnis; Gemeinden, deren Name nicht eindeutig ist, sind nicht zugeordnet. Stand der Verordnungen 3. November 2026. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.